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Was ist OpenSource?

OpenSource ist Software, deren Quellprogramm öffentlich frei zugänglich ist. Das Quellprogramm oder kurz die Quelle besteht aus den Befehlen, die die Entwickler in einer beliebigen Programmiersprache schreiben. Diese Dateien, die Quelldateien, sind nicht als Programm auf dem Computer lauffähig, sie enthalten die Programmbefehle im Klartext.
Um aus den Quelldateien eine Programmdatei zu erzeugen, die der Prozessor ausführen kann, bedarf es eines Compilers. Dieser Compiler ist ein Programm, welches die Instruktionen aus dem lesbaren Klartext in ein Format übersetzt, welches die Maschinenbefehle des Prozessors enthält. Diese Maschinenbefehle werden in eine Datei geschrieben, die der Prozessor dann direkt ausführen kann.
Quelltext - Compiler - Binärprogramm

Im Gegenteil zum OpenSource sind in den meisten Fällen diese Quellprogramme für den Anwender nicht frei zugänglich, sie werden von den Herstellern mit Hilfe von Urheberschutzrechten geheim gehalten, nur das Binärprogramm wird dem Kunden ausgeliefert. Daher spricht man von proprietärer Software.
OpenSource geht hier konsequent den anderen Weg und gibt die Quellprogramme für den Anwender frei, zum Lesen und ebenso zum Modifizieren und Testen.

 

Geschichte des OpenSource Modells

Der Beginn des OpenSource Modells geht auf das Jahr 1983 zurück und ist eng mit dem Namen Richard Stallman verbunden, einem Mitarbeiter des MIT (Massachusets Institute of Technology). UNIX war an vielen Universitäten verbreitet und die Quelltexte standen frei zur Verfügung. Als die Firma AT&T die freie Verfügung der Quelltexte einschränkte, schuf Richard Stallan das GNU Projekt (GNU is Not UNIX) und baute die Free Software Foundation auf. Das Ziel war es, ein freies UNIX-artiges Betriebssystem zu programmieren und frei herauszugeben. Dabei bedeutet frei, dass es kostenlos erhältlich sein sollte und die Quelltexte jedermann frei zugänglich sein sollten.
Die Free Software Foundation hat in kurzer Zeit viele Programmierer angelockt und es entstanden viele Tools und Programme, die zunächst den originalen UNIX-Tools nachgebaut wurden, später diese aber oft in ihrer Leistungsfähigkeit und Stabilität übertrafen.
Im Jahr 1991 trat Linus Torvalds auf den Plan und begann einen eigenen Betriebsystemkern zu programmieren. Diese Arbeiten veröffentlichte er im Internet und fand alsbald viele Mitstreiter und Interessenten. Schon 1992 konnte diese Zusammenarbeit einen funktionstüchtigen Betriebsystemkern freigeben. Und wieder entstand die Motivation aus der Unzufriedenheit über kommerzielle Produkte und die hohen Kosten beim Erwerb eines kommerziellen Betriebssystems.
Ursprünglich bezeichnet Linux nur den Betriebssystemkern, mit der Zeit aber schließt der Begriff die Utilities und Anwendungsprogramme mit ein, die unter OpenSource von der Internetcommunity entwickelt wurden und werden. Bis 1996 haben über eine Million Entwickler zum Erfolg von Linux und OpenSource beigetragen.
 

Copyright - Copyleft

Dem Begriff Copyright das Wort Copyleft gegenüber zu stellen ist ein Wortspiel von Richard Stallman. Im Gegensatz zu Copyright Lizenzen verlangt das Copyleft, dass eine OpenSource Software nach Änderungen und Neuherausgabe unter dieser Lizenz verbleiben muß. Dadurch ist sichergestellt, dass Weiterentwicklungen nicht zu proprietärer Software werden, d.h. die Quelltexte können nicht zum Geheimnis des Herstellers werden.

Die wichtigsten Lizenzen im OpenSource Bereich sind

GNU General Public License - GPL

Die GPL erlaubt es jedem Benutzer den Quelltext beliebig zu kopieren und weiter zu verbreiten. Allen Kopien ist ein Gewährleistungsausschluss und ein Exemplar der GPL beizufügen.
Dem Nutzer ist es ebenso gestattet, die Quelltexte zu verändern und zu erweitern und Kopien davon zu verteilen, unter der Bedingung, dass er seine Änderungen dokumentiert.
Der Quelltext muss mitgeliefert werden oder öffentlich verfügbar sein.
Ausdrücklich ist es dem Vertreiber der Software gestattet, Gebühren für den Aufwand des Bereitstellens der Kopien zu nehmen und/oder Entgelte für Gewährleistung oder Anwenderunterstützung zu verlangen.

GNU Lesser General Public License - LGPL

Die LGPL war ursprünglich GNU Library General Public License betitelt, was direkt auf ihre Bedeutung verweist. Mit dieser Lizenz werden spezielle Eigenschaften von Bibliotheksprogrammen abgedeckt. Sie ist im wesentlichen mit der GPL identisch, für Bibliotheksprogramme gibt es folgende Erweiterungen:
Ein Nutzer, der Bibliotheksprogramme weitergibt oder weiterentwickelt, muss diese ebenso als funktionstüchtige Bibliothek erhalten.
Der Nutzer hat das Recht seine Weiterentwicklung entweder unter der LGPL zu belassen oder unter die GPL zu stellen.
Proprietäre Programme dürfen OpenSource Bibliotheken nutzen.

GNU Free Documentation License - GFDL

Die GFDL beschreibt die Bedingungen für Dokumentationen für OpenSource Software.
Hier wird ebenfalls die freie Verwendung und der Vertrieb von Kopien auch in gedruckter Form gestattet, wieder muß die ursprüngliche Lizenz erhalten bleiben. Besonder Wert wird dabei auf den Begriff der Transparenz gelegt. Damit soll sichergestellt werden, dass OpenSource Dokumentation in Dateiformaten vorliegt, die mit einfachen Mitteln verändert werden können. Auch für Bilder wird diese Transparenz gefordert, einfache Bildverarbeitungsprogramme sollen genügen, die Dokumente zu modifizieren. Weitere Bedingungen verlangen, eine Historie der Entwicklung des Dokumentes und seiner Autoren zu führen sowie bei Verpackungen einen entsprechenden Covertext anzubringen.

BSD - Berkeley Software Distribution

Die Lizenz der Berkeley Software Distribution ist eine "Non-Copyleft" Lizenz. Sie gestattet Änderungen und Erweiterungen der Software, verlangt aber nicht, dass das Ergebnis weiterer Entwicklung wieder unter ihre Bestimmungen fällt. Im Fall der BSD Lizenz ist es also möglich und auch schon geschehen, freie Software in proprietäre umzuwandeln.

Eine Liste von Lizenzen findet man bei der Free Software Foundation und auf den Seiten von OpenSource.org.

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